Nahverkehrsplan

Das Gesetz über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in NRW verpflichtet alle Kreise, kreisfreien Städte und Zweckverbände, einen Nahverkehrsplan aufzustellen. Der Nahverkehrsplan des Kreises Soest gibt die gewünschte Entwicklungsrichtung für die zukünftige Planung und Gestaltung des ÖPNV im Kreis Soest vor. Er ist im Wesentlichen auf den straßengebundenen ÖPNV ausgerichtet. Der Nahverkehrsplan wurde im März 2018 vom Kreistag beschlossen.

Ergänzend zum Nahverkehrsplan wurde außerdem im Jahr 2021 ein Schnellbuskonzept sowie das Handlungskonzept Mobilstationen verabschiedet.

Nahverkehrsplan

Der Nahverkehrsplan trägt dazu bei, das erreichte Niveau des ÖPNV im Kreis Soest zu halten und auszubauen. Zudem soll das Nahverkehrsangebot die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung im Rahmen der Daseinsvorsorge befriedigen.

Die wichtigsten Inhalte und Handlungsfelder des aktuellen Nahverkehrsplans: 

  • Stärkung und Vermarktung von besonders wichtigen und häufig genutzten Verbindungen (Hauptachsen)
  • Zusätzliches Verkehrsangebot insgesamt
  • Bessere Umsteigeverknüpfungen innerhalb des ÖPNV und zu anderen Verkehrsmitteln
  • Bessere Fahrzeuge und besser ausgestattete Haltestellen
  • Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
  • Qualitätsstandards wie etwa bei Betriebszeiten, Taktfolge und Verknüpfung
  • Mehr Barrierefreiheit

Grundsätzlich verfolgt der Nahverkehrsplan die Pflege und Weiterentwicklung des bestehenden Angebotes unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte.

Barrierefreiheit

Besondere Bedeutung im Nahverkehrsplan hat die Entwicklung hin zu einem "vollständig barrierefreien ÖPNV" im Kreis Soest. Hierfür wurden elf Leitsätze formuliert, darunter unter anderem das Ziel, bis zum Jahr 2022 in jeder großen und mittelgroßen Ortschaft im Kreis eine Mindestanzahl an barrierefreien Haltestellen zu schaffen. Aus den Leitsätzen wiederum wurden konkrete Anforderungen an Haltestellen, Fahrzeuge und Fahrgastinformation abgeleitet, aber auch Ausnahmen von der vollständigen Barrierefreiheit.

Fortschreibung des Nahverkehrsplans

Die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans wurde am 3. Juni 2015 vom Kreistag beschlossen. Mit einer Auftaktveranstaltung am 2. Dezember 2015 begann die Fortschreibung. Der Nahverkehrsplan wurde in Kooperation mit dem Hochsauerlandkreis erstellt, für den ein eigenes Planwerk erarbeitet wurde. 

Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Regionalentwicklung am 5. Oktober 2017 wurde der Entwurf des Nahverkehrsplans offiziell vorgelegt. Im Rahmen des offiziellen Beteiligungsverfahrens vom 23. Oktober 2017 bis zum 15. Dezember 2017 hatten alle beteiligten Stellen Zeit, um Eingaben zum Planentwurf zu machen. Die im Rahmen der Beteiligung gemachten Eingaben wurden anschließend in einer Synopse zusammengefasst und bewertet, der Entwurf wurde gegebenenfalls angepasst. In der Kreistagssitzung am 22. März 2018 wurde der Nahverkehrsplan dann vom Kreistag beschlossen.

Konzeptstudie Schnellbusverkehre

Im Nahverkehrsplan wurde ein Planungsprojekt aufgenommen, dass die Weiterentwicklung von zentralen Verknüpfungspunkten zu Mobilstationen vorsieht. Um dieses Ziel realisieren zu können, beauftragte der Kreis Soest 2019 ein Gutachterbüro ("team red"), ein Handlungskonzept für Mobilstationen zu entwickeln. Dabei sind "Mobilstationen (…) sichtbare Verknüpfungspunkte und Schnittstellen des Umweltverbundes mit systemischer Vernetzung mehrerer Verkehrsmittel in direkter räumlicher Verbindung." (team red Deutschland GmbH, Handlungskonzept Mobilstationen im Kreis Soest, 03.12.2020, S. 11). 

Im Kreis Soest sollen nicht nur Bahnhöfe mit großen Mobilstationen ausgestattet werden, sondern auch Dorflagen sollen von Mobilstationen profitieren, wobei die Größe und Ausstattung der Stationen von Faktoren, wie der Einwohnerzahl, abhängig ist. 

Das Gutachter-Team schlägt vor, dass die Kommunen zusammen mit dem Kreis Soest in einem Gemeinschaftsprojekt arbeiten, um interkommunale Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Hierbei spielt der Kreis Soest als Koordinator und Ansprechpartner eine wesentliche Rolle, die Planungen sowie Finanzierung der Infrastruktur liegt im Wesentlichen in der Verwaltung der kreisangehörigen Kommunen.

Mobilstationen

Im Nahverkehrsplan wurde ein Planungsprojekt aufgenommen, dass die Weiterentwicklung von zentralen Verknüpfungspunkten zu Mobilstationen vorsieht. Um dieses Ziel realisieren zu können, beauftragte der Kreis Soest 2019 ein Gutachterbüro ("team red"), ein Handlungskonzept für Mobilstationen zu entwickeln. Dabei sind "Mobilstationen (…) sichtbare Verknüpfungspunkte und Schnittstellen des Umweltverbundes mit systemischer Vernetzung mehrerer Verkehrsmittel in direkter räumlicher Verbindung." (team red Deutschland GmbH, Handlungskonzept Mobilstationen im Kreis Soest, 03.12.2020, S. 11). 

Im Kreis Soest sollen nicht nur Bahnhöfe mit großen Mobilstationen ausgestattet werden, sondern auch Dorflagen sollen von Mobilstationen profitieren, wobei die Größe und Ausstattung der Stationen von Faktoren, wie der Einwohnerzahl, abhängig ist. 

Das Gutachter-Team schlägt vor, dass die Kommunen zusammen mit dem Kreis Soest in einem Gemeinschaftsprojekt arbeiten, um interkommunale Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Hierbei spielt der Kreis Soest als Koordinator und Ansprechpartner eine wesentliche Rolle, die Planungen sowie Finanzierung der Infrastruktur liegt im Wesentlichen in der Verwaltung der kreisangehörigen Kommunen.

Rechtsgrundlagen

  • Personenbeförderungsgesetz (PBefG)
  • Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in NRW (ÖPNVG NRW)

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