Hilfe für die Ukraine

Der Kreis Soest und seine 14 Städte und Gemeinden erhalten aktuell viele Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, die Vertriebenen helfen möchten, und von Angehörigen ukrainischer Staatsbürger zum Thema Einreise. Soweit es zum aktuellen Zeitpunkt möglich ist, haben wir nachfolgend Infos zusammengestellt. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

Stand: 30.06.2022, 09:00 Uhr

Flagge der Ukraine. Grafik: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Grafik: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Die folgenden Punkte bieten einen Überblick über die am häufigsten gefragten Themen. Im unteren Bereich der Seite finden Sie zudem eine Liste mit Fragen und Antworten rund um das Thema Aufnahme, Unterbringung, Kinderbetreuung etc. sowie zahlreiche Verweise auf offizielle Seiten der Bundesregierung.

Finanzielle Unterstützung

Für Familien: Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket

Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringen Einkommen können durch die finanzielle Unterstützung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zum Beispiel bei Ausflügen und Ferienfreizeiten mitfahren. Sie können Sport- und Musikangebote nutzen, bei Bedarf Nachhilfe bekommen oder am gemeinsamen Mittagessen in der Schule, der Kindertageseinrichtung, dem Hort oder bei der Tagesmutter teilnehmen. Im Folgenden erfahren Sie, was alles möglich ist, wer die Leistungen bekommen kann und wie Sie die Förderung erhalten.

Leistungsbezug Jobcenter

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine erhalten seit dem 01.06.2022 die Leistungen der Grundsicherung durch die Jobcenter. Damit verbunden ist unter anderem eine bessere medizinische Versorgung durch die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Hierzu ist spätestens im Juni ein Kurzantrag bei den Jobcentern zu stellen, auch wenn bisher Leistungen bei der Stadt oder Gemeinde nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen wurden.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) hat gemeinsam mit der Regionaldirektion NRW sowie der Generalkonsulin der Ukraine folgende FAQs zu Themen rund um das SGB II für die ukrainischen Kriegsgeflüchteten erstellt. 

Einreise / Aufnahme, Anmeldung und Unterbringung

Einreise

Aktuell gilt folgende Regelung für die Einreise: Ukrainische Staatsangehörige können mit biometrischem Pass visumfrei in die Europäische Union, also auch nach Deutschland, einreisen. Sie dürfen sich 90 Tage lang visumfrei in Deutschland aufhalten. Nach Ablauf der 90 Tage können sie aufgrund der derzeitigen Lage in der Ukraine die Verlängerung des Aufenthalts bei der Ausländerbehörde für weitere 90 Tage beantragen.

Aufnahme von Vertriebenen - freie Unterbringungsmöglichkeiten melden

Viele Menschen möchten in der aktuellen Situation um die Ukraine-Krise helfen und neben Sach- und Geldspenden auch privaten Wohnraum anbieten. Dieser wird dringend benötigt, sowohl die Städte und Gemeinden als auch der Kreis Soest nehmen diese Meldungen online entgegen.

Bevor Sie Wohnraum melden, ist es sinnvoll, ein paar Fragen zu klären, bevor Sie sich bei Ihrer Kommune oder dem Kreis Soest melden Neben den Fragen zur eigenen Motivation sind auch ganz "handfeste" Dinge zu klären.

  1. Nehmen Sie Menschen in Ihrem eigenen Haus / ihrer eigenen Wohnung auf?
    • Handelt es sich um verschließbare Räumlichkeiten?
      Bitte bedenken Sie, dass die ankommenden Menschen genauso Privatsphäre benötigen wie Sie auch.
    • Sind Sie bereit, auch für einen längeren Zeitraum Bad, Küche und ggf. Wohnzimmer und sofern vorhanden, den Garten zu teilen?
    • Was ist in Ihrer Abwesenheit (tägliche Arbeit, Wochenendausflüge, Urlaub…)?
    • Sind Sie bereit, auch Menschen ohne vollständigen COVID-Impfschutz aufzunehmen?
  1. Bieten Sie eine leerstehende Wohnung an?
    • Für welchen Zeitraum steht diese zur Verfügung?
    • Ist eine bereits Küche enthalten? 
    • Ist die bereits Wohnung möbliert? 

Der Deutsche Caritasverband hat einen Leitfaden erstellt, der sich noch einmal tiefer mit den Fragen zur eigenen Motivation und ggf. auch das persönliche Einbringen beschäftigt.

Anmeldung von Vertriebenen

Personen, die bereits aus der Ukraine eingereist und im Kreis Soest untergekommen sind, werden gebeten, sich bei den Ankunftskommunen zu melden. Zum Anmeldeformular

Ansprechpersonen in den Kommunen

Kommune

Ansprechpartner

Anröchte

Reinhard Lohoff
02947 888 500
r.lohoff@anroechte.de

Bad Sassendorf

ukraine@bad-sassendorf.de

Tim-Fabian Römer
02921 50554

Herrn Edelbrauck
02921 50587

Frau Beckheuer
02921 50578

Erwitte

Frau Bäsler, FDL Soziales
I.Baesler@erwitte.de  
02943 896141

Ense

Herr Rocholl
c.rocholl@gemeinde-ense.de
02938 980105

Herr Stelte

m.stelte@gemeinde-ense.de
02938 980216

Geseke

Herr Hunold
Frank.hunold@geseke.de
02942 500184

Herr Knies
Werner.knies@geseke.de
02942 500181

Lippetal

post@lippetal
sozialamt@lippetal.de
02923 980212

Lippstadt

Frau Jahn
jahn@lippstadt.de
02941 980677

Möhnesee

Frau Nicole Stobbe
n.stobbe@moehnesee.de
02924 981177

Rüthen

Herr Grzyb
h.grzyb@ruethen.de
02952 818135

Herr Pedley
c.pedley@ruethen.de
02952 818139

Soest

ukrainehilfe@soest.de
02921 1036000

Warstein

soziales@warstein.de

Welver

Lothar Paul
l.paul@welver.de
02384 51212
02384 51490

Werl

Frau Vollenberg 02922-800 5017
ukrainehilfe@werl.de

Wickede

Birte Deigmann
b.deigmann@wickede.de

Hilfsangebote

Deutsch- und Integrationskurse für ukrainische Geflüchtete

Der Deutsche Volkshochschul-Verband bietet die Deutschkurse auf seiner Lernplattform  jetzt in einer Version auf Ukrainisch an. Alle Kurse stehen den Geflüchteten kostenfrei zu Verfügung. Es werden lediglich ein Smartphone und ein Internetzugang benötigt.

Auch auf den Seiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) findet sich eine Zusammenstellung von Angeboten für Geflüchtete, die Deutsch- und Integrationskurse wahrnehmen möchten.

Geld- und Sachspenden

Nach aktuellem Kenntnisstand werden derzeit eher Geld- als Sachspenden benötigt. Wer Geld spenden möchte, sollte dies über die bekannten Spendenkonten der Hilfsorganisationen tun. Weitere Informationen über Geld- und Sachspenden sind unter anderem beim Hellweg Radio oder Der Patriot ersichtlich.

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen/Kinder
und für Schwangere in Not

 Zum Vergrößern die Grafik bitte anklicken. Infos und Hilfen bietet auch die Abteilung Familie der Kreisverwaltung auf einer Infoseite

Weitere Informationen

Impfung gegen Masern bei Kindern

In Deutschland dürfen Kinder, die nicht gegen Masern geimpft sind, nicht in einer Kindertagesstätte oder einem Kindergarten betreut werden. 

Das Masernschutzgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ein Merkblatt zur Masernschutzimpfung auf ukrainisch veröffentlicht.

Ukrainische Fahrzeuge und Führerscheine

Viele Vertriebene haben Fragen zu ihrem privaten Kfz und der Gültigkeit ihres ukrainischen Führerscheins in Deutschland. Antworten auf diese Fragen gibt es in den Informationsblättern (siehe unten).

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sowie auf der Internetseite des deutschen Büros des Vereins Grüne Karte.

Aufklärung über Sirenen auf ukrainisch

Dröhnende Sirenen sind für die Kriegsvertriebenen aus der Ukraine mit schlimmsten Erfahrungen verbunden. Damit sie die Sirenensignale in Deutschland, mit denen unter anderem die Feuerwehren alarmiert werden, richtig einordnen können, hat der Kreisfeuerwehrverband Soest einen Flyer entwickelt, der in ukrainischer Sprache Hinweise gibt.

Einreise mit Tieren

Aktuell gelten erleichterte Einreisebedingungen ausschließlich für Hunde und Katzen aus der Ukraine, die mit ihren Besitzern in die EU einreisen in Bezug auf Tollwut. Personen, die mit Hunden und Katzen aus der Ukraine in den Kreis Soest eingereist sind, werden gebeten, ihre Tiere beim Veterinärdienst des Kreises Soest anzumelden. Falls noch nicht geschehen, werden die Tiere kostenlos mittels Mikrochip gekennzeichnet, gegen Tollwut geimpft und erhalten einen EU-Heimtierausweis.

Links auf einen Blick

Hotline zur Ukraine-Hilfe

Telefonhörer. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Telefonhörer. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Der Kreis Soest hat unter der Telefonnummer 02921/303020 eine Hotline für die Themen Ukraine und Ukraine-Hilfe eingerichtet. Das Infotelefon ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

  • montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr
  • freitags von 8 bis 12 Uhr

Das Familienministerium des Landes NRW hat ebenfalls ein Infotelefon mit der Nummer 0211-837-4041 eingerichtet.

Hilfe-Portal "Germany4Ukraine"

Mit dem zentralen Hilfe-Portal bietet die Bundesregierung eine zentrale und vertrauenswürdige digitale Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine, damit ein guter Start in Deutschland gelingt. Das Hilfe-Portal bündelt Informationen für die Einreise und Erstorientierung in Deutschland und sammelt Hilfsangebote. Die Informationen und Leistungen sind mehrsprachig auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

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