Coronavirus SARS-CoV-2

Der Kreis Soest hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet der Kreis ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2020, 15.30 Uhr

Infotelefon des Kreises Soest

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

Welche Regeln gelten ab wann? In welchen Fällen muss ich zum Arzt? Wie verhalte ich mich in Quarantäne? Wann ist grundsätzlich ein Abstrich zweckmäßig? All diese Fragen finden Sie hier beantwortet.

Darüber hinaus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises mit der Telefonnummer  02921/303060 ist  zu folgenden Zeiten zur Verfügung: 

  • Mo bis Do 8 bis 16 Uhr
  • Fr von 8 bis 12 Uhr

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon mit der Nummer 0211 - 9119 1001 an. Medizinische Fragen beantwortet die Kassenärztliche Vereinigung unter 116117. 

Tests und medizinische Behandlung

In welchen Fällen wende ich mich direkt an das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist durch die Corona-Pandemie und seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich des Infektionsschutzes  vollumfänglich ausgelastet. Dadurch sind alle personellen Kräfte gebunden, so dass Dienstleistungen, wie z.B. Belehrungen für Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz momentan nicht angeboten werden können. Zudem schließt die derzeitige Erlasslage Publikumsverkehr im Kreishaus aus.

Allgemeine telefonische Auskünfte können derzeit leider nicht erteilt werden, da die Bewältigung der Pandemie alle Kräfte bindet. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht Ihnen das Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060 zur Verfügung. (Mo - Do 8 - 16 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr). 

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv getestet?

Im Kreis Soest gibt es, Stand 13. Juli 2020, 14 Uhr, keine neuen Corona-Fälle und damit kreisweit unverändert 397 bestätigte Corona-Fälle (Vortag 397). 383 Menschen gelten als genesen (Vortag 383). 6 sind aktuell infiziert (Vortag 6). 8 Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,7. 2 Personen befinden sich in stationärer Behandlung, davon ist eine intensivpflichtig. 

Die Zahlen für die einzelnen Städte und Gemeinden (in Klammern die Zahlen des Vortages):

  • Anröchte: 0 aktuell Infizierte (0), 4 Genesene (4); Fälle insgesamt: 4
  • Bad Sassendorf: 0 aktuell Infizierte (0), 11 Genesene (11); Fälle insgesamt: 11
  • Ense: 0 aktuell Infizierte (0), 6 Genesene (6); Fälle insgesamt: 6
  • Erwitte: 0 aktuell Infizierte (0), 27 Genesene (27), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 28
  • Geseke: 2 aktuell Infizierte (2), 43 Genesene (43); Fälle insgesamt: 45
  • Lippetal: 1 aktuell Infizierter (1), 20 Genesene (20); Fälle insgesamt: 21
  • Lippstadt: 2 aktuell Infizierte (2), 96 Genesene (96); Fälle insgesamt: 98
  • Möhnesee: 0 aktuell Infizierte (0), 20 Genesene (20), 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 21
  • Rüthen: 0 aktuell Infizierte (0), 14 Genesene (14); Fälle insgesamt: 14
  • Soest: 1 aktuell Infizierte (1), 37 Genesene (37); Fälle insgesamt: 38
  • Warstein: 0 aktuell Infizierte (0), 61 Genesene (61), 3 Todesfälle; Fälle insgesamt: 64
  • Welver: 0 aktuell Infizierte (0), 9 Genesene (9), 2 Todesfälle; Fälle insgesamt: 11
  • Werl: 0 aktuell Infizierte (0), 23 Genesene (23); 1 Todesfall; Fälle insgesamt: 24
  • Wickede: 0 aktuell Infizierte (0), 12 Genesene (12); Fälle insgesamt: 12 

Wann ist ein Test sinnvoll? Wer kann sich testen lassen?

Zukünftig können auch Personen auf das Coronavirus getestet werden, wenn sie keine Symptome aufweisen. Bezahlt werden die Tests von den gesetzlichen Krankenkassen, wenn die Testungen durch das Gesundheitsamt im erforderlichen Umfang veranlasst werden. 

Kosten für SARS-CoV-2-PCR-Testungen vor Aufnahme in eine Rehabilitationseinrichtung sind entweder von der Rehabilitationsklinik oder dem Rehabilitanten zu tragen.

Sofern vom Krankenhaus direkt in eine Rehabilitationsklinik verlegt wird, dürfte wohl das Krankenhaus die Testung durchführen und mit der Krankenkasse abrechnen.

Darf mein Arbeitgeber von mir fordern, mich testen zu lassen?

Das darf er nur bedingt.  Eine Testung auf das Corona-Virus wird  seitens der Hausärzte derzeit bei asymptomatischen Personen nur auf Veranlassung durch das Gesundheitsamt von ihnen durchgeführt. Arbeitgeber-induzierte Testungen sind von der jeweiligen Betriebsmedizin durchzuführen.

Ist ein Antikörpertest sinnvoll, wenn ich wissen möchte, ob ich infiziert bin?

Derzeit gibt es unterschiedliche Angebote zur Durchführung von Antiköpertests. Diese geben Auskunft darüber, ob in der Vergangenheit eine Infektion mit COVID-19 vorlag (Infektion mindestens 14 Tage zurückliegend). Er sagt also nichts darüber aus, ob die getestete Person im Augenblick der Testung infiziert ist. Die Tests sollten ausschließlich von akkreditierten Laboren durchgeführt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Einsatz von Antikörpertests derzeit ausschließlich im Rahmen von Forschungsprojekten (beispielsweise am  Universitätsklinikum Münster).

Ist man nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion immun?

Das ist noch nicht abschließend geklärt. Derzeit gehen Experten davon aus, dass genesene Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken. 

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion spezifische Antikörper entwickeln, die das Virus in Labortesten neutralisieren können.

Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt.

Wann muss ich zum Arzt?

Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. Bedenken Sie bitte auch, dass Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Melden Sie sich bitte telefonisch bei Ihrem Hausarzt bei akuten Atemwegserkrankungen, unabhängig davon, wie stark Ihre Symptome sind:

  • nach Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn
  • bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus;
  • bei Zugehörigkeit zu einer  Risikogruppe 

Symptome einer COVID-19-Erkrankung können sein:

Husten, Riech-und Geschmacksverlust, Abgeschlagenheit, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten und symptomfrei sind, muss der Hausarzt deshalb nicht kontaktiert werden.

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und telefonisch befragt, dazu hier eine Grafik des RKI. Das Gesundheitsamt kann veranlassen, dass Sie getestet werden.

Gibt es Behandlungsmöglichkeiten außerhalb der Hausarztpraxis?

In Soest wurde das Corona-Behandlungszentrum am Riga-Ring Ende Mai wieder geschlossen. Am Dienstag, 2. Juni hat die normale Notdienstpraxis dort wieder ihre gewohnte Tätigkeit zu den üblichen Öffnungszeiten aufgenommen .

In Lippstadt  befinden sich das Testzentrum und eine Corona-Ambulanz an der Lipperoder Straße. Hier werden COVID-19 Erkrankte sowie Patienten, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion vorliegt, behandelt. Zur Behandlung muss eine ärztliche Überweisung vorliegen.

Wo bzw. wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in der Regel der Hausarzt.

Dem Gesundheitsamt liegen zu den aus den Laboratorien eingehenden Negativ-Befunden oftmals keine  weiteren Angaben über den Untersuchten vor. Zudem ist die Identität eines Anrufers nicht sicher zu definieren. Nicht zuletzt aus Datenschutzgründen nimmt das Gesundheitsamt daher keine Befunderöffnungen vor.

Eine Ausnahme hiervon stellt der Abstrich mit einem positiven Ergebnis dar. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag muss das Gesundheitsamt Infektionsketten auffinden und, sofern möglich, umgehend unterbinden. Daher kann es sein, dass noch vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Öffentliches Leben und Schutzmaßnahmen

Wo finde ich mehrsprachige und barrierefreie Infos?

Das Kommunale Integrationszentrum und der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest haben  mehrsprachige Infoblätter und Links zusammengestellt. 

Was kann ich tun, um mich in der Öffentlichkeit vor Ansteckung zu schützen?

Eine gute HändehygieneEinhalten von Husten- und Niesregeln und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen.

Das RKI weist darauf hin, dass außerhalb des medizinischen und pflegerischen Bereiches eine Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 bietet.

Zusätzlich zum Kontaktverbot ist vorerst bis Mittwoch, 15. Juli 2020 das Tragen eines Mund-Nasenschutzes (Alltagsmaske oder Schal) an folgenden Orten / Gelegenheiten in NRW verpflichtend!

  • In Ladengeschäfte und Ausstellungsräume für Kunden und Mitarbeiter (Alternativ: Abtrennungen aus Glas, Plexiglas…)
  • Auf Wochenmärkten, in Einkaufszentren und ShoppingMalls
  • Bei der Abholung von Speisen / Getränken in gastronomischen Einrichtungen
  • Bei Handwerks- oder Dienstleistungen, wenn der Abstand zum Kunden von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann
  • In Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesen
  • Im Personennahverkehr

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zum Schuleintrittsalter (6 Jahre) und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Schutz tragen können. Hierbei kann das Mitführen eines ärztlichen Attests sinnvoll sein.

Durch einen Mund-Nasen-Schutz  oder andere Behelfsmasken oder auch Barrieren wie Halstuch oder Schal etc. können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden.

Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Behelfsmaske einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz).

Das RKI informiert auf seinen Seiten ausführlich zu Schutzfunktion und Verwendung.

Generell gilt: In allen Einrichtungen mit Publikums- und Kundenverkehr muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Hinweis: Wer die Maskenpflicht missachtet, darf die entsprechenden Angebote nicht nutzen bzw. Einrichtungen nicht betreten.

Was bedeutet das Kontaktverbot für persönliche Begegnungen?

Derzeit dürfen sich Gruppen von höchstens zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen. Diese maximale Personenzahl gilt nicht bei Verwandten in gerader Linie oder Personen aus zwei verschiedenen Haushalten.

Das Ansteckungsrisiko steigt enorm, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

 Bitte denken Sie stets daran, dass das ausgesprochene Kontaktverbot - bei allen Einschränkungen, die damit verbunden sind - dazu dient, die Infektionskette zu unterbrechen und die Zahl der Erkrankungen gering zu halten. Dies kann nur funktionieren, wenn jede*r Einzelne mitmacht und sich an die Vorgaben hält.

Darf ich Familienangehörige oder Freunde zu Hause besuchen oder zu mir einladen? Was gilt in meinem Garten, meiner Wohnung?

Auf dem eigenen Grundstück oder in der eigenen Wohnung sind Zusammenkünfte nicht untersagt, jedoch gilt auch im privaten Bereich der Appell, soziale Kontakte soweit eben möglich zu reduzieren. •

Wenn jemand auf Unterstützung im Alltag angewiesen ist, darf diese weiterhin geleistet werden. Sofern eben möglich, sind auch hier Mindestabstand und Hygieneregeln einzuhalten.

Bitte bedenken Sie, dass das Ansteckungsrisiko enorm steigt, sind Menschen über einen längeren Zeitraum im direkten Kontakt. Darum gilt es, insbesondere ältere und/oder vorerkrankte Menschen zu schützen.

Unter welchen Auflagen darf ich meine Angehörigen / Freunde in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wieder besuchen?

Besuche in den Kliniken im Kreis Soest unterliegen mit Blick auf die Erfahrungen seit der Öffnung unterschiedlichen Bedingungen: Im Krankenhaus Maria Hilf Warstein sowie den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein werden Besuche zwischen 15 und 18 Uhr ermöglicht, wenn auch auf eine halbe Stunde begrenzt. Besucht werden können nur Patientinnen und Patienten, die länger als vier Tage stationär aufgenommen werden.

Im Evangelischen Krankenhaus, im Dreifaltigkeits-Hospital, im Marien-Hospital Erwitte und im Hospital zum Hl. Geist Geseke sind weiterhin keine Besuche möglich. Die Krankenhäuser reagieren damit auf das Infektionsgeschehen und den verlängerten Lockdown im benachbarten Kreis Gütersloh.

Das Klinikum Soest ermöglicht Besuch nur nach vorangehender telefonischer Anmeldung,  das Marienkrankenhaus Soest und das Mariannen-Hospital Werl nur dann, wenn es aus ethischen Gründen geboten ist. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist Voraussetzung.

 

Grundsätzlich gilt weiterhin der Appell, aus Gründen des Infektionsschutzes von Besuchen möglichst abzusehen. Die Krankenhäuser wollen keine generelle Einladung zu Besuchen aussprechen. Ausnahmen von den Regelungspunkten sollen in begründeten Einzelfällen zwar möglich sein, aber nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit dem ärztlichen oder dem pflegerischen Personal.

Der Besuch von Pflegeeinrichtung ist mit der Allgemeinverfügung vom 19.06.2020 erleichtert worden. So sind körperliche Berührungen wieder erlaubt, ebenso der gemeinsame Besuch von Gastronomie außerhalb der Einrichtung. Auch etwaige Gastronomie innerhalb der Einrichtung darf wieder öffnen.

Seit dem 01.07.2020 sind Besuche auf Patientenzimmern wieder zu ermöglichen.

Wie geht es mit der Kinderbetreuung weiter?

Ab Montag, 08. Juni sind alle Kinder unter Auflagen und mit eingeschränktem Regelbetrieb wieder in die Betreuungseinrichtung zurückgekehrt. Die ab Dienstag, 16. Juni geltende Corona-Betreuungs-Verordnung ist zunächst bis 1. Juli gültig.

Die Beiträge für Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschulen werden im April und im Mai 2020 ausgesetzt. Im Juni und Juli werden diese seitens des Landes und der Kommunen den Eltern jeweils zur Hälfte erlassen.

Wo kann ich mich informieren, wenn ich Corona-bedingten Verdienstausfall habe?

Der LWL entschädigt in Fällen, in denen das Infektionsschutzgesetz greift sowie bei Verdienstausfällen im Zusammenhang mit einer durch die zuständige Behörde angeordneten Quarantäne. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot entstanden sind. Mittlerweile ist gesetzlich geregelt, dass auch für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind, entschädigt wird. Auch hierfür ist der LWL zuständig.

Welche Regelungen gelten im Freizeitbereich?

 Tourismus / Freizeiteinrichtungen:

  • Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen und ähnliche Einrichtungen sowie Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten, Tierparks, Garten- und Landschaftsparks in Nordrhein-Westfalen dürfen öffnen. Beim Betrieb darf die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besuchern eine Person pro sieben Quadratmeter der für Besucher geöffneten Fläche nicht übersteigen.
  • Konzerte und andere kulturelle öffentliche Aufführungen können sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen mit bis zu 100 Personen stattfinden. wenn Abstands- und Hygieneauflagen eingehalten werden und ein mit der örtlichen Behörde abgestimmtes Konzept vorliegt.
  • Konzerte und Aufführungen mit mehr als 100 Zuschauern sind auf der Grundlage eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zulässig.
  • Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos können wieder öffnen - sofern auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern sichergestellt wird. Zudem ist der Zutritt durch verstärkten Ordnereinsatz so zu steuern, dass Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich verhindert werden.
  • Große Festveranstaltungen bleiben bis zum 31. Oktober 2020 untersagt; dazu zählen z. B. Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste oder Weinfeste, Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen.
  • Freizeitparks, Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen öffnen
  • Touristische Übernachtungen wieder möglich. Auch hier gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Gastronomie:

Restaurants, Gaststätten, Cafés etc. sowie Bars dürfen öffnen,  sofern die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen zusammensitzen - oder Personen aus zwei Hausständen bzw. Verwandte in gerader Linie. Tische müssen 1,5 Meter auseinander stehen.Platzanweisungen und namentliche Registrierungen ermöglichen die Nachverfolgung. 

Selbstbedienungs- / Angebote in Buffetform sind nicht erlaubt.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) - Nordrhein bietet hier gebündelte Informationen für die Gastronomie.

Clubs, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen

Bildungsangebote:

Öffentliche, behördliche und private Bildungseinrichtungen dürfen ihre Arbeit wiederaufnehmen. Dazu gehören z. B. Volkshochschulen oder Musikschulen. Auch Bläser- und Gesangsunterricht ist ab sofort wieder möglich,

Dabei müssen die nach §8 der CoronaschutzVerordnung genannten Abstandsregeln eingehalten werden.

Wie kann ich Andere als Spontanhelfer oder als Nachbarschaftshelfer unterstützen?

Viele Menschen melden sich bei der Kreisverwaltung und möchten jetzt anderen mit Einkäufen, Gassi gehen oder als Spontanhelfer mit besonderen beruflichen Qualifikationen (Pfleger, medizinisches Personal …) helfen. Die Kreisverwaltung nimmt Anfragen über zwei Formulare auf www.kreis-soest.de/ichwillhelfen entgegen und leitet die Hilfe dann weiter (siehe Pressemitteilung).

Verdachtsfälle, Quarantäne und Reiserückkehrer

Wie sollen sich Reiserückkehrer verhalten?

Das RKI hat eine Liste mit aktuell als Risikogebiet eingestuften Ländern und Regionen veröffentlicht. Personen, die nach einem Aufenthalt dort nach NRW zurückkehren, sind verpflichtet, sich in 14-tägige Quarantäne zu begeben. Bitte informieren Sie das Gesundheitsamt über Ihre Rückkehr über  das allgemeine Infotelefon des Kreises Soest unter 02921/303060. Diese Regelung gilt zunächst bis Mittwoch, 15.07.2020.

Ausnahmen von dieser Regelung sind in der aktuelle gültigen CoronaEinreiseVerordnung (CoronaEinrVO) erfasst.

Wie wird Quarantäne angeordnet und was gilt es zu beachten?

Eine Quarantäne wird unter Anderem dann behördlich angeordnet, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat. Dies kann der Fall sein, wenn man beispielsweise innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte.

Ein enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem/der Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist. 

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies in jedem Fall:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Haben Sie Covid-19-typische Symptome (Fieber, Husten, Geruchs- / Geschmacksstörungen, Atemnot, Abgeschlagenheit) melden Sie sich bitte unverzüglich telefonisch bei Ihrem Hausarzt!

Wenn Sie durch Ordnungsverfügung in Quarantäne versetzt sind: 

  • hält das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen
  • werden Sie automatisch am letzten Tag Ihrer Quarantäne von einer Amtsärztin / einem Amtsarzt telefonisch kontaktiert. Auf Basis der vorliegenden Symptome wird über eine Beendigung oder Verlängerung der Quarantäne entschieden.

Sofern Sie nach Coronaeinreiseverordnung vorsorglich in Quarantäne sind, gilt:

  • Eine Entisolierung am Ende der 14-tägigen Quarantäne kann erfolgen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind. 

Hierzu muss keine Meldung beim Gesundheitsamt und kein Abstrich erfolgen! 

Es kann durchaus sein, dass einzelne Mitglieder eines Haushalts unter Quarantäne gestellt werden, wenn sie Kontakt zu einem Erkrankten hatten; dann gilt es, den oder die Betroffene streng von den anderen Bewohnern zu isolieren. 

Das Gesundheitsamt wird sich auf jeden Fall mit Ihnen in Verbindung setzen und weitere Maßnahmen mit Ihnen besprechen! 

Mehr Infos zu dieser Frage finden sich auch  in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Wie verhalte ich mich nach Kontakt zu einem noch nicht bestätigten Verdachtsfall?

Bleiben Sie - soweit wie möglich - zu Hause und beschränken Sie  Kontakte außerhalb des Hauses auf das absolut notwendige Minimum bis das Testergebnis vorliegt.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, verstärkt auf Hygiene zu achten, Abstand zu anderen Menschen einzuhalten  und regelmäßig zu lüften.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatte?

Falls Sie Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatten und noch nicht vom Kreisgesundheitsamt kontaktiert wurden, nehmen Sie bitte  telefonisch (!) Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf. Bitte gehen Sie nicht direkt in die Praxis!

Weiterführende Infos für ...

Bürger

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de
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