Inzidenzen bleiben problematisch

Kreis und Westkreis-Kommunen appellieren an Eigenverantwortung jedes einzelnen

Pressemeldung vom 12.10.2020 13:00

Kreis Soest (kso.2020.10.12.606.-rn). Die Sieben-Tages-Inzidenz im Westkreis, namentlich in den Kommunen Soest, Werl und Welver, stellt sich auch nach dem Wochenende problematisch dar. Sie liegt, Stand 12. Oktober, 9 Uhr, für Soest bei 35,8, für Werl bei 107,3 und für Welver bei 50,7. Deshalb wiederholen und unterstreichen das Kreisgesundheitsamt und die drei Stadt- und Gemeindeverwaltungen ihren dringenden Appell an alle, über alle bekannten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen hinaus auch Masken bei Zusammenkünften im Freien zu tragen.


Von rechtsverbindlichen Maßnahmen wird derzeit noch abgesehen. Der Krisenstab und die Kommunen haben bei einem Austausch am Montagmorgen verabredet, am Mittwoch die Lage neu zu bewerten. Gemeinsam formulieren sie den eindringlichen Appell, dass jeder sich angesichts der steigenden Fallzahlen seiner Eigenverantwortung bewusst werden müsse. Es zeige sich, dass die hohen Inzidenzen nicht auf Großereignisse, sondern vor allem auf private Treffen und in der Folge auf Ansteckungen im familiären Umfeld zurückzuführen seien. Deshalb sei es wichtig, auch zu Hause höchste Sorgfalt walten zu lassen und die einschlägigen Hygiene- und Abstandsregeln penibel zu beachten. Genauso entscheidend sei es, in einer verordneten Quarantäne alle damit verbundenen Auflagen strikt zu befolgen und die Isolierung zum Wohle aller ernst zu nehmen.

Jedem einzelnen müsse in diesem Zusammenhang klar sein, dass jede einzelne Neuinfektion nicht nur persönliche Konsequenzen, sondern Auswirkungen für viele Mitmenschen mit sich bringe. Das Gesundheitsamt müsse mit einem enormen Arbeitsaufwand alle Kontaktpersonen ermitteln und diese in Quarantäne schicken – das können je nach Konstellation pro Fall mehr als 100 Menschen sein. Wenn die Hygiene- und Abstandsregeln fahrlässig missachtet und unnötige soziale Kontakte nicht vermieden würden, bestehe die Gefahr, dass das Gesundheitsamt die Verfolgung und Unterbrechung der Infektionsketten nicht mehr schaffe. Jeder müsse sich vor Augen führen, welche Folgen sein persönliches Verhalten haben könne und welche Belastung sie unter Umständen für den öffentlichen Gesundheitsdienst und die Gesellschaft bedeute.

Vor diesem Hintergrund müsse in jedem Einzelfall sorgfältig abgewogen werden, ob es zwingend ist, an Veranstaltungen teilzunehmen, Reisen durchzuführen oder Treffen in privatem Rahmen zu organisieren, appellieren das Gesundheitsamt und die Kommunen. Jeder einzelne sei in der Verantwortung, an der Eindämmung des ausufernden Infektionsgeschehens mitzuwirken.


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