Praxisnähe für berufliche Orientierung unverzichtbar

Bildungsrat der Bildungsregion Kreis Soest tagte im Berufskolleg

Gewinnung von Jugendlichen für duale Ausbildung
Thomas Koch, Ausbildungsleiter der Benteler AG (stehend links) informierte Landrätin Eva Irrgang (r.), Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus (stehend Mitte) und die weiteren Mitglieder des Bildungsrates in seinem Vortrag über die Gewinnung von Jugendlichen für die duale Ausbildung durch die heimischen Betriebe und stellte heraus, dass Jugendliche ohne ausreichende Praxisnähe in ihrer beruflichen Orientierung große Probleme am Arbeitsmarkt haben. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 09.10.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.10.09.595.ab/-rn). Die Betriebe im Kreis Soest sollten sich zur Gewinnung von Auszubildenden auf die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen einstellen. Diese Forderung formulierte der Bildungsrat der Bildungsregion Kreis Soest während seiner siebten Tagung. "Die jungen Menschen müssen nach ihren Neigungen und Eignungen ausgebildet werden. Unsere Aufgabe ist es, alle im Blick zu behalten und auf dem Weg ins Berufsleben keinen Jugendlichen zu verlieren", betonte Landrätin Eva Irrgang.


Die Landrätin hatte den Bildungsrat zum Thema „Übergang Schule/Beruf – Lösungsmöglichkeiten aus betrieblicher Perspektive“ in die Aula des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs in Soest eingeladen. Vertreter von Kreis, Kommunen, Schulen, obere Schulaufsicht, Hochschulen, Jugendhilfe, Agentur für Arbeit, Wirtschaft, Lenkungskreis der Regionalagentur, regionaler Ausbildungskonsens sowie der Jugend- und Schulausschusses des Kreises Soest sind in diesem Gremium vertreten.

Thomas Koch, Ausbildungsleiter der Benteler AG, stellte dar, wo Betriebe heute bei der Gewinnung Jugendlicher für duale Ausbildung stehen. Er verdeutlichte, dass gerade unter den Bedingungen von Industrie 4.0 die Betriebe klare Anforderungen und Erwartungen an Jugendliche formulieren. Als zentrale Botschaft seiner langjährigen Erfahrung kennzeichnete er, dass Jugendliche ohne ausreichende Praxisnähe in ihrer beruflichen Orientierung große Probleme am Arbeitsmarkt haben.

Angesichts dieses Plädoyers Kochs für die duale Ausbildung unterstrichen die Bildungsratsmitglieder die Notwendigkeit einer Unterstützung von Betrieben und Unternehmen, um Auszubildende zu gewinnen und damit mittelfristig den Fachkräftebedarf der Region zu decken.

Klaus Bourdick, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung bei der IHK, verwies in diesem Zusammenhang auf gelungene Ansätze: „Wir arbeiten schon seit einigen Jahren im regionalen Ausbildungskonsens gemeinsam mit allen Partnern und den Kommunalen Koordinierungsstellen daran, die Attraktivität der dualen Ausbildung zu stärken. Das Projekt Karriere-hier ist auch überregional als Beispiel guter Praxis anerkannt.“ Professor Dr. Volker Verch vom Unternehmensverband Westfalen-Mitte stimmte zu: „Jugendlichen und deren Eltern muss deutlich gemacht werden, dass eine duale Ausbildung ebenso viele Karrierechancen bietet wie ein Studium.“

Schon in der vorigen Sitzung des Bildungsrates stand die mangelnde Übereinstimmung zwischen Angebot und der Nachfrage am Ausbildungsmarkt im Blickpunkt. Grundlage der Beratung war damals die SINUS-Jugendstudie, die den Blick auf jugendliche Lebenswelten heute richtet.


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