Formular für Reiserückkehrende online

Nach Aufenthalt in Risikogebieten 14-tägige Quarantäne verpflichtend

Pressemeldung vom 28.07.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.07.28.438.-rn). Reiseziele wie Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Marokko, Serbien, die Türkei oder die Ukraine hat das Robert-Koch-Institut (RKI) als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Wer aus einem der insgesamt rund 130 Länder zurückkehrt, muss sich nach der Rückkehr (unabhängig vom Transportmittel) umgehend und direkt in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben sowie unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Die Kontaktaufnahme zum Kreisgesundheitsamt Soest ist ab sofort auch online möglich.


Der Link zum neuen Online-Formular findet sich auf www.kreis-soest.de/coronavirus in der Rubrik Reiserückkehrer. Da das Ende der Ferien bevorsteht, melden sich immer mehr Reiserückkehrende beim Kreis Soest. Das online gestellte Formular soll vor diesem Hintergrund das Infotelefon 02921/303060 als alternative Anlaufstelle (montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr) entlasten. Um nicht in der Warteschlange zu landen, wird dringend empfohlen, den digitalen Weg übers Internet zu nutzen.        

Nach Abgabe der Online-Meldung (Kontakt- und  Reisedaten, Angaben zu Symptomen)  wird sich das Gesundheitsamt schnellstmöglich per E-Mail oder telefonisch mit den Betroffenen in Verbindung setzen und weitere Schritte abstimmen. Die Quarantäne beschränkt sich nicht nur auf Flugreise-Rückkehrer, sondern gilt auch für Reisende, die den PKW oder andere Verkehrsmittel nutzen. Rückkehrende mit einem negativen Test können sich unter Umständen durch das Kreisgesundheitsamt von der Quarantänepflicht befreien lassen. Das Testergebnis kann nur digital mit Hilfe des Online-Formulars übermittelt werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Soest weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Schnelltests, wie sie auch angeboten werden, nicht den RKI-Vorgaben entsprechen und nicht akzeptiert werden können. Das ärztliche Attest müsse sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stützen, die nicht älter als 48 Stunden ist, erläutert das Kreisgesundheitsamt. Das Land habe entschieden, die Kosten für Testungen von Reiserückkehrenden aus Risikogebieten zu übernehmen, die auf dem Luftweg an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück und Dortmund landen. Details müssten noch geregelt werden. Dort seien kostenlose Abstrichstellen eingerichtet worden. Vor Ort könne der Hausarzt aufgesucht werden, wenn die Einreise auf dem Landweg erfolgt ist.

Ausdrücklich betont das  Kreisgesundheitsamt, dass die Regelungen für alle gesetzlich verpflichtend seien. Bei einem Verstoß gegen die Bestimmungen der Corona-Einreiseverordnung könne eine Ordnungswidrigkeit vorliegen. Bußgelder bis zu 25.000 Euro seien möglich. 

Bisher (Stand 27. Juli, 10 Uhr) haben sich 280 Reiserrückehrende aus Risikogebieten beim Kreisgesundheitsamt gemeldet. 104 und damit die größte Gruppe kehrte aus der Türkei heim. An zweiter Stelle stehen Rückkehrende aus den Balkanstaaten, an dritter Stelle Einreisende aus den USA. 64 Reiserückehrende befinden sich noch in Quarantäne.


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