Händewaschen schützt vor Ansteckung

Gesundheitsamt: „Banale Hygieneregel sehr wirksame Maßnahme“

Lange einseifen
Es gilt, die Hände samt Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume, Nägel und Fingerspitzen ausreichend lange einzuseifen und sorgfältig zu reinigen. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 13.05.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.05.13.271.-rn). Die coronabedingten Einschränkungen wurden oder werden Stück für Stück gelockert. Umso wichtiger wird das eigenverantwortliche Handeln. Alle Menschen sind aufgefordert, sich aktiv selbst vor einer Infektion zu schützen. "Neben Abstandhalten und Maskentragen, die vor allem in den Fokus geraten sind, darf die Bedeutung des Händewaschens nicht vergessen werden", betont Dr. Andrea Gernun, Leiterin des Gesundheitsamtes beim Kreis Soest.


„Es klingt banal, aber Händewaschen ist in der Tat eine sehr wirksame Maßnahme, die vor einer Ansteckung schützen kann“, so Frau Dr. Gernun. Die Leitende Amtsärztin weist darauf hin, dass eine Fettmembran das Coronavirus SARS-CoV-2 schützt. Diese Fett- oder auch Lipidmembran werde durch fettlösende Seifen aufgelöst. Damit verliere das Coronavirus seine Infektiosität. „Durch gründliches Händewaschen mit Seife und Wasser für 30 Sekunden werden Coronaviren zuverlässig inaktiviert“, bringt es die Medizinerin auf den Punkt.

Es sei also von entscheidender Bedeutung, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Grundsätzlich sei darüber hinaus darauf zu achten, keine Hände mehr zu schütteln und auf Umarmungen zur Begrüßung zu verzichten. Soweit es geht, sollten Türklinken, Handgriffe und Haltestangen etwa in Bussen und Zügen nicht angefasst werden. In diesem Zusammenhang sei es besonders wichtig, sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen. Denn wir fassen uns im Schnitt alle vier Minuten ins Gesicht. Wenn die Hände nicht gewaschen wurden, ist das die Gelegenheit für Viren, sich in den Schleimhäuten breit zu machen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten über die Hände übertragen.

Die Hände einfach kurz unter den Wasserhahn zu halten, reicht allerdings nicht. Es gilt, die  Hände samt Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume, Nägel und Fingerspitzen ausreichend lange einzuseifen und sorgfältig zu reinigen. Um ein Gefühl für die erforderliche Dauer des Händewaschens zu bekommen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Lied „Happy Birthday“ zweimal zu singen. Diese Zeitspanne entspricht ungefähr der empfohlenen Waschdauer von 30 Sekunden.

Händewaschen ist in Zeiten von Corona zwar notwendiger denn je. Eine gute Händehygiene gehört aber auch allgemein zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen Infektionen. Um das ins Bewusstsein zu bringen, hat die WHO den Welttag der Handhygiene ins Leben gerufen, der jährlich am 5. Mai begangen wird. Der Internationale Hände-Waschtag ruft jährlich am 15. Oktober die Bedeutung des Händewaschens für den Infektionsschutz in Erinnerung. „Diese Daten sind sicherlich gute Merkpunkte. Viel wichtiger ist es aber, dass regelmäßiges Händewaschen in den Alltag Eingang findet. Eine konsequente Händehygiene kann Leben retten“, appelliert Gesundheitsamtschefin Dr. Andrea Gernun.


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