23 Infizierte in Behinderten-Wohnstätte

Kreis hat nach ersten gemeldeten Fällen bei Bewohnern und Personal Abstriche veranlasst

Pressemeldung vom 06.04.2020 15:00

Kreis Soest (kso.2020.04.06.198.-rn). In der Wohnstätte Von-Droste-Straße des Wohnstätten-Verbundes der Betreuen und Wohnen im Kreis Soest gGmbH in Erwitte, in der 23 Menschen mit Behinderungen leben, hat der Kreis am gestrigen Sonntag bei Bewohnern und Personal Abstriche veranlasst. Dem Gesundheitsamt waren vorher drei laborbestätigte Corona-Fälle aus der Einrichtung gemeldet worden. Die Tests erbrachten 20 positive Befunde. Neben Bewohnern sind sieben Mitarbeiter (Stand 6. April) infiziert.


„Wir beauftragen Abstrichuntersuchungen je nach Lage vor Ort. Die Meldung positiver Fälle aus der Einrichtung war Anlass für uns zu handeln“, erläutert Gesundheitsdezernentin Maria Schulte-Kellinghaus. Die Bewohner verteilen sich auf drei Ebenen im Haus. Der Bereich, aus dem die ersten beiden Fälle gemeldet worden waren, ist komplett betroffen. Er hat eine Schleuse bekommen. Das Betreten ist nur mit entsprechender Schutzausrüstung gestattet. Weitere Fälle auf den anderen Ebenen wurden auf den Zimmern isoliert.

Zur Abstrichaktion fuhren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Auto vor. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden im Haus abgestrichen. Die betroffenen Bereiche waren bereits innerhäuslich isoliert worden. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte das Gesundheitsamt bereits angeordnet, sich privat und häuslich zu isolieren. Die Bewohner gehen bereits seit dem 14. März  nicht mehr arbeiten, sind nur noch im Haus gewesen oder haben Spaziergänge in einer Eins-zu-Eins-Betreuung unternommen. Als Vorsichtsmaßnahme wurde bereits seit diesem Zeitpunkt das Essen nicht mehr gemeinschaftlich eingenommen.

Durch eigenes Personal aus weiteren Bereichen des Trägers soll sichergestellt werden, dass die Infizierten regelmäßig auf Symptome kontrolliert werden. Eine der ersten Personen, die positiv getestet worden waren, befindet sich in stationärer Behandlung. Der Kreis hat den Vorrat an persönlicher Schutzausrüstung für das Personal der Wohnstätte aufgestockt.

Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit dem Träger und stimmt alle notwendigen Maßnahmen mit diesem ab.


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