Coronavirus SARS-CoV-2

Das Kreisgesundheitsamt hat eine Liste mit Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus erstellt und weist auf aktuelle gesicherte Informationsquellen wie die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut hin. Zudem bietet das Gesundheitsamt des Kreises ein Infotelefon an.

Letzte Aktualisierung: 27. März 2020

Welche Risikogebiete hat das RKI festgelegt?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert Koch-Institut (RKI) verschiedene Indikatoren (u.a. Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der Fallzahlen). Zu den Risikogebieten (Website des RKI)

Wie sollen sich Reiserückkehrer verhalten?

Die meisten Städte und Gemeinden im Kreis Soest haben mit einem Allgemeinerlass das Verhalten von Reiserückkehrenden aus den vom RKI klassifizierten Risikogebieten wie folgt geregelt: Unabhängig davon, ob Sie Symptome zeigen oder nicht, werden alle Betroffenen aufgefordert, sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung!

Wie viele Menschen im Kreis Soest sind positiv auf COVID-19 getestet?

Die Fallzahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet liegt am Samstag, 28. März 2020, Stand 16 Uhr, bei 170 und ist damit innerhalb eines Tages um 14 Fälle angestiegen. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 18 Patienten befinden sich allerdings in stationärer Behandlung. 34 Personen konnten mittlerweile als gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 4, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 21, Lippetal 7, Lippstadt 43, Möhnesee 10, Rüthen 6, Soest 20, Warstein 30, Welver 5, Werl 6, Wickede (Ruhr) 2.

Wann muss ich zum Arzt?

Momentan befinden wir uns in der typischen Erkältungs- und Grippezeit. Wenn Sie krank sind und sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht bessern oder sie eine Krankschreibung benötigen, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden.. Bedenken Sie bitte auch, dass viele Allergiker ebenfalls bereits unter Symptomen wie laufender Nase und bronchialen Beschwerden leiden! 

Wer den Verdacht hat, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte sich in folgenden Fällen telefonisch  mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen:

  • Sie hatten Kontakt zu einem bestätigten Fall und/oder
  • haben sich in einem Gebiet mit COVID-19-Fällen (zum Beispiel Kreis Heinsberg) oder in einem Risikogebiet aufgehalten und
  • haben innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr grippeähnliche Symptome (in seltenen Fällen Durchfall) entwickelt. Symptome können sein: Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. 

Derzeit kontaktieren viele Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärzte und das Gesundheitsamt, wenn sie Kontakt zu einer Kontaktperson und möglicherweise weiteren Kontaktpersonen zu einem bestätigten Verdachtsfall (also einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten) hatten.

Je länger die indirekte Kontakt-Kette ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Erreger in Berührung gekommen zu sein und damit das Ansteckungsrisiko. Wenn Sie keinen direkten Kontakt zu einem bestätigten Verdachtsfall hatten, muss der Hausarzt deshalb nicht aufgesucht werden. 

Direkte Kontaktpersonen werden vom Gesundheitsamt ermittelt und kontaktiert.

Wo und wie erfahre ich mein Abstrich- Ergebnis?

Zuständig für eine Befundmitteilung ist immer der Arzt, der die Untersuchung beauftragt hat, in diesem Fall in der Regel der Hausarzt.

Sollte der Abstrich ein positives Ergebnis ergeben, kann es sein, dass vor Befundmitteilung durch den Hausarzt bereits das Gesundheitsamt Kontakt zu Ihnen aufnimmt und Sie zu ihren Kontakten in den letzten 14 Tagen befragt.

Negative Befunde kann das Gesundheitsamt telefonisch nicht mitteilen, da eine Person nicht eindeutig am Telefon identifizierbar ist

Wie verhalte ich mich in einer häuslichen Quarantäne?

Sind Sie unter Quarantäne gestellt, so bedeutet dies:

  • Es ist Ihnen in dieser Zeit untersagt, Ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes des Kreises Soest zu verlassen oder Besuch zu empfangen
  • Sollte ein Kontakt mit anderen Personen zwingend notwendig sein, so stimmen Sie diesen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Soest ab.

Sie sind verpflichtet, die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu treffen

  • Eine Entisolierung am Ende der 14-tägigen Quarantäne kann erfolgen, wenn Sie 48 Stunden symptomfrei sind.  Hierzu muss kein Abstrich erfolgen! 
  • Bitte melden Sie Ihre Entisolierung dem Kreisgesundheitsamt über unser Formular.
  • Weitere Maßnahmen besprechen Sie mit dem Gesundheitsamt direkt 

Mehr Infos zu dieser Frage finden sich auch  in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts.

Wann ist ein Test sinnvoll? Und wieso werden nicht alle Menschen getestet?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet. 

Es gibt nicht genügend Laborkapazitäten in Deutschland, um alle Menschen zu testen. Falls Sie keinerlei Krankheitssymptome zeigen,, seien Sie bitte solidarisch allen Mitmenschen gegenüber, die einen Test wirklich benötigen. Ihr Hausarzt entscheidet darüber, ob ein Test bei Ihnen sinnvoll ist oder nicht. 

Für den Hausarzt kann es über den begründeten Verdachtsfall hinaus Gründe geben, nach Ausschluss anderer Erkrankungen einen Test auf das Coronavirus anzuordnen, wie zum Beispiel bei älteren Menschen mit gesundheitlichen Handycaps oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Gehen Sie auf keinen Fall in die Notaufnahmen oder Notfallpraxen, wenn Sie den Verdacht haben, an COVID-19 erkrankt zu sein. Sie können sich dort nicht telefonisch anmelden und gefährden die Weiterführung des Betriebes. Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner und wird im Verdachtsfall weitere Schritte für Sie veranlassen. Auch bei ihm müssen Sie sich aber bitte immer erst telefonisch anmelden.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einem noch nicht bestätigten Verdachtsfall hatte?

Bleiben Sie -soweit wie möglich - zuhause und beschränken Sie  Kontakte außerhalb des Hauses auf das absolut notwendige Minimum bis das Testergebnis vorliegt. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, verstärkt auf Hygiene zu achten, Abstand zu anderen Menschen einzuhalten  und regelmäßig zu lüften.

Weitere Fragen und Antworten stehen in der FAQ des Kreisgesundheitsamtes:

Infotelefon des Kreisgesundheitsamtes

Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia
Frau mit Headset. Foto: © goodluz - Fotolia

Das Gesundheitsamt des Kreises bietet ein Infotelefon an mit Antworten und Hinweisen zum Thema Corona-Krankheit, Sars-CoV-2, Symptomen, Inkubationszeit und Möglichkeiten, sich zu schützen. Das Infotelefon ist bis auf weiteres montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 02921/303060 erreichbar.

Hotline Gesundheitsministerium NRW

Das Gesundheitsministerium des Landes NRW bietet ebenfalls ein Infotelefon an. Die Nummer hat sich geändert. Sie erreichen das ServiceCenter montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr unter der neuen Nummer 0211 - 9119 1001.

Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), http://www.infektionsschutz.de
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